Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt seit dem 1. Juli 2021 und hat Online-Glücksspiel in Deutschland erstmals bundesweit legalisiert – unter strengen Auflagen. Die Aufsicht führt seit 2023 zentral die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle.
Was online erlaubt ist
Erlaubnisfähig sind Sportwetten, Pferdewetten, virtuelle Automatenspiele (Online-Slots) und Online-Poker. Wer ein solches Angebot betreiben will, braucht eine Erlaubnis und landet auf der Whitelist. Online-Casinospiele wie Roulette oder Blackjack sind Ländersache: Sie dürfen nur von wenigen, meist staatlich beauftragten Betreibern angeboten werden – etwa Spielbanken Bayern Online oder Merkur Bets mit entsprechenden Landeskonzessionen.
Die wichtigsten Schutzregeln
Für Spieler spürbar sind vor allem: das anbieterübergreifende 1.000-Euro-Einzahlungslimit, die Sperrdatei OASIS, bei Slots 1 Euro Maximaleinsatz und fünf Sekunden Mindestspieldauer, keine Jackpots, kein Autoplay und die Trennung der Spielformen. Dazu kommen Werbebeschränkungen und eine Steuer von 5,3 Prozent auf Slot-Einsätze, die viele Anbieter über niedrigere Auszahlungsquoten weitergeben.
Was das in der Praxis bedeutet
Der deutsche Markt ist dadurch deutlich enger als der internationale Graumarkt. Manche Anbieter verließen Deutschland trotz Lizenz wieder, etwa ComeOn oder BetVictor; andere kamen neu dazu. Welche Marken aktuell legal sind, zeigen unsere Übersichten GGL-Casinos und Sportwetten-Anbieter.
Häufig gestellte Fragen
Ist Online-Blackjack in Deutschland legal?
Nur bei den wenigen Anbietern mit Landeskonzession für Online-Casinospiele, nicht bei normalen Online-Spielotheken.
Warum sind deutsche Slots langsamer?
Wegen der Fünf-Sekunden-Regel und des Einsatzlimits – beides ist gesetzlich vorgeschrieben.
Wer kontrolliert die Anbieter?
Die GGL in Halle, bei einzelnen Spielformen zusammen mit Landesbehörden.