Wer bei deutschen lizenzierten Anbietern spielt, kann grundsätzlich höchstens 1.000 Euro pro Monat einzahlen – und zwar über alle Anbieter hinweg. Wer bei einer Online-Spielothek 600 Euro einzahlt, hat beim Wettanbieter im selben Monat nur noch 400 Euro Luft.
Wer das kontrolliert
Überwacht wird das Limit über LUGAS, die zentrale Limitdatei der Bundesländer. Jeder legale Anbieter meldet Einzahlungen dorthin und muss vor jeder Einzahlung prüfen, wie viel Spielraum noch bleibt. Deshalb funktioniert das Limit auch anbieterübergreifend – und deshalb flog etwa Bet3000 zeitweise aus der Lizenz, als die LUGAS-Anbindung fehlte.
Ausnahmen nach oben
Das Gesetz erlaubt in engen Grenzen höhere Limits, wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist. Solche erhöhten Limits sind die Ausnahme, an Nachweise gebunden und liegen im Ermessen von Anbieter und Aufsicht. Für die allermeisten Spieler bleibt es bei 1.000 Euro.
Weitere Grenzen beim Automatenspiel
Bei virtuellen Automatenspielen kommen zwei Regeln hinzu: maximal 1 Euro Einsatz pro Drehung und eine Mindestdauer von fünf Sekunden pro Spiel. Auto-Play und klassische Jackpots sind nicht erlaubt. Das macht deutsche Slots langsamer als ihre internationalen Versionen – gewollt, denn genau das senkt das Suchtrisiko.
Häufig gestellte Fragen
Gilt das Limit auch für Gewinne?
Nein, es begrenzt nur Einzahlungen. Gewinne können ausgezahlt oder weiterverwendet werden.
Zählen Einzahlungen bei illegalen Anbietern mit?
Nein, illegale Anbieter melden nichts an LUGAS – ein weiterer Grund, warum dort jeder Schutz fehlt.
Kann ich mein Limit selbst niedriger setzen?
Ja, jeder Anbieter muss individuelle, niedrigere Limits anbieten.