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Wie kommt man zum Glücksspiel

Wir sind volljährig und wollen das gesamte Spektrum unserer Möglichkeiten jetzt erkunden. Bars, Clubs, die ersten Runden mit dem eigenen Wagen fahren und Kolonne fahren, bis die Sonne die Rückspiegel verblendet. So idealisieren wir uns unsere Jugend und malen uns aus, was alles machbar ist. Keine Nacht ist lang genug, kein Tag wird überstanden, ohne Gedanken zu verschwenden, was als Nächstes unseren Tests standhalten muss.

Und dann kommt die Idee: Glücksspiel. Das erste verdiente Geld wird auf die Probe gestellt. Zocken bis der Arzt kommt. Oder zocken bis das Portmonee aufgibt. Egal wie, wir sind gestrandet und geblieben. Sei es durch die ersten Gewinne, durch die Zeit mit Freunden, an die wir uns gern zurückerinnern oder durch die emotionale Komponente des Erwachsenwerdens. So sind einige von uns ans Spielen geraten.

Allerdings gibt es noch mehr Varianten als nur diese. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass wir aus purer Langeweile auf der Autobahn einen kurzen Halt einlegen, weil die Fahrt selbst sonst doch viel zu lang geworden wäre. Also halten wir auf einem Rasthof, genehmigen uns schlechtes Essen aus der Kantine, suchen verzweifelt eine Zeitung um uns die Zeit zu vertreiben und geben schließlich doch resigniert auf. Doch in diesem Moment fallen uns die Automaten auf, die in der Ecke platziert sind und unsere Aufmerksamkeit ist geweckt. Wenigstens eine Partie können wir ja mal versuchen. Ein paar Euro als Einsatz, ein paar Minuten Ablenkung und danach geht es weiter, so schlecht kann das Ganze ja nicht sein. Am Ende werden aus den 5 Minuten, die man investieren wollte schnell mal 15 und die Familie drängelt. Schlussendlich gibt man auf, fährt weiter, aber man ist angefixt. So schnell kann es gehen!

Spielbanken und Glücksspiel liegt in unserer Natur, ob wir es zugeben wollen oder nicht. Der Trieb danach, unbekannte Dinge aufzudecken und erfahren zu können ist stark in uns. Schon im alten Ägypten wurden Zufallsspiele gespielt, Römer wetteten um den Ausgang bei Gladiatorenkämpfen und Germanen vollführten ähnliche Dinge, ihrer Kultur angepasst. Glücksspiel begleitet uns. Sogar in unserer Kindheit begannen wir, unser Schicksal zu testen. Flipperautomaten, Pinball, all diese Dinge haben uns früher schon Spaß bereitet. Glücksspiel in seiner eigentlichen Form ist also nur Flipper für Erwachsene, wenn man so will. Das Gefühl von Glück beim Gewinn bringt das innere Kind in uns zurück. Zusätzlich daran geknüpft ist der Wunsch nach Erfolg, der uns bewegt. Durch Glück Geld verdienen würde schließlich jeder gern. Ob über Glücksspiel oder durch glückliche Fügung, jeder will mehr. Und somit sind Spieler nur Personen, die ihr Glück nicht gern auf sich beruhen lassen sondern herausfordern wollen. Egal ob man über Langeweile, über Neugierde oder durch äußere Einflüsse wie Freunde zum Glücksspiel kommt, früher oder später stand jeder von uns schon im Kontakt mit Quoten und mit Zahlenreihen. Lassen wir unserem inneren Kind freie Bahn, testen wir aus, was möglich ist. Bleibt bei euren Limits, aber bleibt hungrig und gespannt.